Aktienkommentar

All for One Group

All for One hat heute die Jahreshauptversammlung abgehalten und dies ziemlich professionell. Kurze Einspieler, Interviews, Kurzvorstellungen und das übliche Beantworten der Fragen. Zunächst wurde auf die bereits verkündete Vorstandserweiterung eingegangen. Mit dem nun neuen Vertriebsvorstand Zitz (seit 2016 über die B4B Solutions dabei) will man besonders das Neukundengeschäft stärken, während sich für die Bestandskunden nach eigener Aussage absolut nichts verändern wird. Ganz interessant war eine langfristige Darstellung über die letzten 11 Jahre, denn trotz der Strategieoffensive haben sich in dem Zeitraum Umsatz x 5, wiederkehrende Erlöse x 6, EBIT x 8 und Personal x 4 allesamt deutlich zweistellig pro Jahr entwickelt. Bezüglich der CONVERSION/4 wurde von einem Markt von 35000 Kunden gesprochen, wovon 2500 bereits Kunde bei A4O sind und 1000 für wiederkehrende Erlöse sorgen. Es wurde von den FAB FOUR gesprochen: SAP, All for One Group, Microsoft und SNP. Die unterschiedlichen Kernkompetenzen dieser Zuliefererkette sind besonders an verschiedenen Kundenbeispielen deutlich geworden. So wurde beispielsweise bei cleanpart in vier Monaten vollständig remote das ECC auf S4 schnell und sicher umgestellt. Hierbei war der Bluefield Approach von SNP ausschlaggebend für die Auftragsvergabe! Ebenso wurden anhand von ERCO Angebote aus dem Bereich New Work, häufig mit Microsoft als Cloud-Partner vorgestellt. Es wurde noch einmal betont, dass die Fokussierung für beide Firmen SNP und A4O durch die Akquisition von SNP Poland vorangetrieben wurde. Man holt sich hier über 400 geschulte Mitarbeiter ins Haus die “dringenst” für die S/4HANA Welle und speziell internationale Projekte benötigt werden. Allgemein stimmt es im Unternehmen einfach: Es wurden auch in 2020 218 neue Mitarbeiter eingestellt, von denen 80 über Empfehlungen dazugekommen sind und nur 15 % über Personalberater. Dies spricht bei dringend benötigten Fachkräften definitiv für das Unternehmen und zeigt sich auch in der wieder erhöhten Mitarbeiterbindung. Im Hinblick auf die Strategieoffensive 2022/23 wurde die Ziele verschoben, aber man erwartet nun das Wachstum und besonders die deutlichen Margensteigerungen. Bei den Fragen wurde nach der durchschnittlichen Vertragslaufzeit gefragt und hier wurde bei der Antwort mit wirtschaftliche Laufzeit (15 Jahre) und vertragliche Laufzeit (3-5 Jahre) geantwortet. Unterschieden wurden ebenfalls nochfür eine initiale Laufzeit (2 Jahre), Cloud (1-3 Jahre) und Managed Services (3-5 Jahre), jeweils mit jährlich möglicher Verlängerung. Die Abhängigkeit von der Automobilbranche wurde mit 17 % am Umsatz beziffert. Bei SNP Poland handelt es sich nur noch im rechtliche Konzeptionen und Ausgestaltung des Übergangs. Und abschließend habe ich mir noch die Zahlen 100 % Lieferfähigkeit, 70000 Tickets in Quality, 99,99 % Verfügbarkeit und Betreuung von über 11000 Services in 2020 aufgeschrieben. Alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung!

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